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17.01.2020

Für Feuerwehr-Service-Zentrum mit zwei Standorten

Kreisverwaltung Ludwigslust-Parchim empfiehlt Erhalt und Modernisierung des Feuerwehr-Service-Zentrums in Hagenow und Parchim-Dargelütz / Ausschüsse beraten jetzt über Ergebnis der Machbarkeitsstudie / Grundsatzbeschluss des Kreistages voraussichtlich im März

Aus Sicht der Kreisverwaltung sollen die Standorte Hagenow und Parchim-Dargelütz des Feuerwehr-Service-Zentrums erhalten bleiben. Mit einem entsprechenden Vorschlag für einen Grundsatzbeschluss des Kreistages im März werden sich in den kommenden Tagen und Wochen die Ausschüsse des Kreistages befassen. Gestern Abend (16.01.2020) hatte Landrat Stefan Sternberg dem Kreisausschuss das Ergebnis eines Variantenvergleichs vorgestellt.

Demnach sollen beide Standorte auf einen einheitlichen baulichen und technischen Standard gehoben werden. Ziel ist, in Hagenow und in Parchim-Dargelütz gleichwertige Rahmenbedingungen sowohl für die technische Prüfung, als auch für die Ausbildung der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden zu schaffen und an beiden Standorten beide Teilaspekte gleichwertig betrieblich abzusichern. Die Grobkostenschätzung für die Vorzugsvariante der Kreisverwaltung beläuft sich auf rund 12,7 Millionen Euro. Zur Sicherstellung von Übernachtungskapazitäten an beiden Standorten sind erste positive Gespräche am Standort Hagenow mit der Arcum Südwestmecklenburg GmbH und am Standort Dargelütz mit dem Jugendförderverein Parchim/Lübz e. V. geführt worden.

Der Beschlussempfehlung der Kreisverwaltung liegt eine Machbarkeitsstudie zugrunde, die insgesamt drei Varianten vergleicht. Neben der Variante 1 – Weiterbetrieb und Ertüchtigung an beiden Standorten einschließlich Ausbildung und technischer Prüfung – waren dies die Zentralisierung an einem vorhandenen Standort (Ausbildung an beiden Standorten, Konzentration der technischen Prüfungen in Hagenow, kreisweites System an Tauschstationen) mit grob geschätzten Kosten von rund 12 Millionen Euro und der Neubau an einem zentralen Ort im Landkreis mit kreisweitem System an Tauschräumen, Grobkostenschätzung ohne Grundstückserwerb rund 23 Millionen Euro.

Wesentliches Ziel ist es, sowohl für die technische Prüfung der Fahrzeuge und des Gerätes, als auch für die Ausbildung der Feuerwehrleute zeitgemäße Voraussetzungen unter Beachtung der Größe des Landkreises und seiner spezifischen Anforderungen zu schaffen. Auch unter Kostengesichtspunkten lässt sich dieses Ziel nach Einschätzung der Verwaltung am besten mit der Variante 1 erreichen.

Für die beiden bestehenden Standorte erfolgte im Rahmen der Machbarkeitsstudie zunächst eine Aufnahme der vorhandenen Struktur anhand von vorliegenden Plänen und Besichtigungen vor Ort. Im zweiten Schritt wurden die verschiedenen Aspekte eines möglichen Raumprogrammes eines Neubaus anhand der Variantenvorgaben auf die vorhandenen Standorte projiziert und mit Kosten unterlegt. Hierdurch ist eine annähernde Vergleichbarkeit in Form eines Baukastenprinzips entstanden, um neben dem Neubau für die bestehenden Standorte Grobkostendarstellungen am Ende der Planung entstehen zu lassen. Inhalte des zu Grunde liegenden Raumprogrammes sind unter anderem der Sitz des Kreisfeuerwehrverbandes im Feuerwehr-Service-Zentrum, moderne Schulungsräume, Übernachtungsmöglichkeiten für 52 Personen, ein Speiseraum und eine zugehörige Küche, Werkstätten in einer arbeitsoptimierten Anordnung und ein Tauschraum pro Standort.